Skip to main content
Back to themas
02:51

Génération

Mudgal, Madhavi (France)

02:59

Ebhofolo

Mantsoe, Vincent (France)

Maison de la Danse de Lyon 2009 - Director : Picq, Charles

Choreographer(s) : Mantsoe, Vincent (South Africa)

Video producer : Maison de la danse

Integral video available at Maison de la danse de Lyon

Take a look at this work in the video library
02:55

Eye of the Heaven

Mae-Ja, Kim (Eye of the Heaven)

04:25

Des Gnawa dans le bocage

Des Gnawa dans le bocage (Morocco)

03:04

Hibiki

Amagatsu, Ushio (France)

Maison de la Danse de Lyon 1998 - Director : Picq, Charles

Choreographer(s) : Amagatsu, Ushio (Japan)

Video producer : Sankai Juku ; Maison de la Danse

Integral video available at Maison de la danse de Lyon

Take a look at this work in the video library
03:00

Kagemi [Beyond the methafors of mirror]

Amagatsu, Ushio (Japan)

Maison de la Danse de Lyon 2005

Choreographer(s) : Amagatsu, Ushio (Japan)

Video producer : Maison de la Danse

Integral video available at Maison de la danse de Lyon

Take a look at this work in the video library
03:28

b.c, janvier 1545, fontainebleau.

Rizzo, Christian (France)

Maison de la Danse de Lyon 2007

Choreographer(s) : Rizzo, Christian (France)

Video producer : l'association fragile;Maison de la Danse

Integral video available at Maison de la danse de Lyon

Take a look at this work in the video library
09:07

Birds with Skymirrors

Ponifasio, Lemi (New Zealand)

Maison de la Danse de Lyon 2010

Choreographer(s) : Ponifasio, Lemi (New Zealand)

Video producer : MAU

Integral video available at Maison de la danse de Lyon

Take a look at this work in the video library
02:58

Swan Lake - Mort du cygne

Hoghe, Raimund (Germany)

Maison de la Danse de Lyon 2008

Choreographer(s) : Hoghe, Raimund (Germany)

Video producer : Maison de la Danse

Integral video available at Maison de la danse de Lyon

Take a look at this work in the video library
03:32

Le sacre du printemps

Delente, Maryse (France)

Maison de la Danse de Lyon 1993 - Director : Picq, Charles

Choreographer(s) : Delente, Maryse (France)

Video producer : Compagnie Maryse Delente;Maison de la Danse

Integral video available at Maison de la danse de Lyon

Take a look at this work in the video library
02:51

Le sacre du printemps

Maalem, Heddy (France)

03:04

Le Sacre du Printemps

Nijinsky, Vaslav (France)

Rituale

Maison de la Danse de Lyon 2019 - Director : Plasson, Fabien

Autor : Anne Décoret-Ahiha

pt pl de es en fr

Entdecken

Modernisierung, Urbanisierung, Globalisierung – nichts kann daran etwas ändern. Das Leben sozialer Gemeinschaften basiert immer auf Riten und Ritualen, jenseits von religiösen Belangen. Nehmen sie z.B. die Parade der Tanz Biennale in Lyon. Die öffentliche Begeisterung, die sie bei der Gründung 1996 hervorgerufen hat, überzeugte die Organisatoren sie zum Highlight einer jeden Edition zu machen. Es war eine Art bürgerliches Ritual, das Darstellern, Amateurtänzern und den Bürgern Lyons die Chance gab, sich im zentrum zu versammeln.

Beschreibung

  Desa Kela Patra  
 Auf der Insel Bali erzählen die meisten Tänze von Episoden des Ramayana, eines der großen heiligen Hindu Texte. Eine große Bandbreite an Ritualen, die den heiligen Charakter einer Feierlichkeit garantieren, werden ins Spiel gebracht, um Götter, Göttinnen, Könige und andere mythologische Figuren zu verkörpern. Spezifischen Kodizes, die sich auf das Arrangement von Raum und Orchester beziehen, sind hieraus entstanden. Die Rituale, die in Bali und Indien gewisse Tänze strukturieren, haben eine spezielle Funktion: Die Realität, zu ordnen und verständlich zu machen. Die Etymologie des Wortes “Ritual” bezieht sich zudem auf die Ordnung. Riten dagegen werden genutzt, um aus Ordnung Unordnung zu machen, dem Zufälligen und Unbegreiflichen eine Bedeutung zu verleihen.


  Ebhofolo – Vincent Mantsoe  
  Können Rituale auch für Entwürfe und Neuinterpretationen genutzt werden. Das choreografische Schreiben des Südafrikaners Vincent Mantsoes, verschmilzt Elemente aus Heilritualen, mit denen er initiiert wurde, mit Bewegungen der Zulu- und Xhosa-Tänze, mit Tai Chi und mit modernen westlichen Techniken.    


  Eye of the heaven - Kim Maeja  
  Kim Maeja geht einen ähnlichen Weg. Ihr Vokabular an Gesten ist von den buddhistischen Zeremonien, von koreanischen Volkstänzen und Tänzen der Schamanen inspiriert.    


  Hibiki - Sankai Juku / Hymne aux fleurs qui passent : la déesse des fleurs – Legend Lin Dance Theater  
  Die Zustände des Körpers, in denen sich die japanischen Sankai Juku- und die taiwanesischen Legend Lin-Tänzer bewegen, sind das Ergebnis intensiver Arbeit an Körperbewußtsein, der Atmung, und dem Loslassen und an der Beziehung zur Schwerkraft. Ziehen sich die Darsteller für eine lange Vorbereitung zurück, die man für ein Ritual hält. Sie meditieren und bedecken ihren Körper mit einem weißen Balsam, der die Transformation des Seins charakterisiert.    


  b.c  janvier 1545 – Christian Rizzo  
  Durch den Gebrauch von symbolischen Objekten und Elementen lassen auch einige zeitgenössische Choreografen ihre Vorführungen wie rituelle Zeremonien wirken. In b.c. janvier 1545 von Christian Rizzo erinnert die Unzahl an Kerzen auf der schwarzen Konsole an die Beleuchtung einer Kirche.    


  Birds with Skymirrors - Lemi Bonifacio  
  Szenographie und das Spiel mit Licht inszenieren ebenfalls eine religiöse Atmosphäre wie in Birds with Skymirrors des samoanischen Lemi Bonifacio. Auch die langsamen, ernsthaften und feierlichen Gesten machen den Tänzer zu einer Art Priester.    


  Swan lake - Raimund Hoghe  
  Nicht zuletzt spiegelt auch die bloße Dramaturgie der Performance und die szenische Gestaltung gewisse Schemata, die spezifisch für Rituale sind. Raimund Hoghe beginnt seine Vorführung mit einer runden Promenade, die er selbst geht. Mit dieser einführenden Bewegung segnet er den betanzbaren Raum und macht deutlich, dass hier sogleich etwas vor den Augen des Publikums passieren wird.    


  Le sacre du printemps - Vaslav Nijinsky  
  Hoghe erarbeitete 2004 seine Version von Le Sacre du Printemps. Wie fast 200 Choreografen überall auf der Welt, stieß auch der deutsche Künstler auf das Meisterstück, das Stravinsky 1913 komponiert hatte.    Vaslav Nijinskys Ballett war in zwei Teile geteilt. Im ersten, der den Titel “Anbetung der Erde” trägt, feiern die Menschen die Kräfte der Erde und flehen die Natur an, sich neu zu erschaffen. In “Die Opferung”. Die Auserwählte, ernannt aus einer Gruppe junger Frauen, leitet einen heiligen Tanz vor den Ältesten ein, bevor sie in sich zusammenfällt und ihre Jugend opfert.    Erarbeitete Vaslav Nijinsky eine Choreografie, die entschlossen Abschied nahm vom klassischen Vokabular: en-dedans Posen, scharfkantige Armbewegungen, flexible Oberkörper, zitternde Beine. Die Modernität dieser Arbeit auf sowohl musikalischer als auch choreografischer Ebene, bewirkte einen wahrhaftigen Eklat, der in heftigen Zusammenstößen der Zuschauer endete. Das Stück geriet in Vergessenheit.    Erst 1987 wurde die Originalversion, Nijinskys Version, wieder aufgenommen.

    
  Le sacre du printemps - Heddy Maalem  
  1959, stellte sich der junge Maurice Béjart einer Herausforderung, ein Ballett zu dieser furchterregend komplexen Musik zu erarbeiten. Dieses Mal war es ein Triumph. Seither haben viele Choreografen ihre eigene Version angefertigt. Denn, stellt die Arbeit den Künstler vor eine essentielle Frage: die Frage nach der Rolle des Menschen im Universum und in der sozialen Gemeinschaft. So wurde Sacre zu einer Art Initiationsritus, durch den der Choreograf seine Reife deklariert.    Heddy Maalem hat 2005 genau das getan, was als “Afrikanischer Ritus” beschrieben wurde, insbesondere aufgrund der westafrikansichen Herkunft der vierzehn Darsteller. Gezeichnet vom urbanen Chaos der nigerianischen Hauptstadt, in der er gelebt hatte, zeigte er auf der Grundlage von Stravinskys Musik die Gewalt in der Welt und die enge Verwobenheit von Leben und Tod. Das Thema der sexuellen Vereinigung, kam hier ebenfalls zum Vorschein. Männer und Frauen paaren sich leidenschaftlich.    


  Le sacre du printemps - Maryse Delente  
  Maryse Delente bezieht das Erwachen der Frauen auf die Sexualität, der Ausbruch einer unbekannten Begierde. Für diese jungen Frauen, die zwischen Unschuld und Perversion schwanken, ist dies sowohl anregend als auch beängstigend. 

in mehr Tiefe

DOUGLAS, Mary, GUERIN, Anne (trad.). De la souillure : Essais sur les notions de pollution et de tabou [Purity and danger]. Paris : F. Maspero, 1971. 1934 p. (Bibliothèque d’anthropologie).

SEGALEN, Martine. Rites et rituels contemporains. Paris : Nathan, 1998. 128 p. (Sciences sociales).

STRAVINSKI, Igor. Chroniques de ma vie (1882-1935). Paris : Denoël-Gonthier, 1974. 240 p.


DOUGLAS, Mary. « La ritualisation du quotidien », in Ethnologie Française, XXVI, 2, Paris, Presses Universitaires de France, 1996, p. 597-604.

Autor

Anne Décoret-Ahiha est anthropologue de la danse, docteur de l'Université Paris 8. Conférencière, formatrice et consultante, elle développe des propositions autour de la danse comme ressource pédagogique et conçoit des processus participatifs mobilisant la corporéité. Elle anime les « Échauffements du spectateur » de la Maison de la Danse.

Credits

 Video Selektion
Charles Picq, Anne Décoret Ahiha
 Text und Literatur
Anne Décoret Ahiha
 Produktion
Maison de la Danse   


Das Parcours "Rituale" wurde realisiert mit freundlicher Unterstützung des General Secretariat of Ministries and Coordination of Cultural Policies for Innovation.  Die Übersetzung wurde mit Hilfe des European Video Dance Heritage Projekts umgesetzt, das durch die Kulturförderung der Europäischen Union unterstützt wird. Mehr Infos auf www.evdhproject.eu.   

Your opinion interests us
By accessing the website, you acknowledge and accept the use of cookies to assist you in your browsing.
You can block these cookies by modifying the security parameters of your browser or by clicking onthis link.
I accept Learn more