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Hip-Hop Einflüsse

03:44

Kamanda, qu'en penses-tu ?

Momboye, Georges (France)

Biennale de la danse 1994

Choreographer(s) : Momboye, Georges (Cote d'Ivoire)

Video producer : Maison de la Danse;Biennale de la Danse

Integral video available at Maison de la danse de Lyon

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02:04

Bahia de todas as cores

Bahia de todas as cores (Brazil)

03:21

Interplay

Slide, Jimmy (United States)

Maison de la Danse de Lyon 2004 - Director : Picq, Charles

Choreographer(s) : Slide, Jimmy (United States)

Video producer : Maison de la Danse

Integral video available at Maison de la danse de Lyon

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02:43

Blue until June

McIntyre, Trey (France)

Maison de la Danse de Lyon 2002

Choreographer(s) : McIntyre, Trey (United States)

Video producer : Maison de la Danse

Integral video available at Maison de la danse de Lyon

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03:21

C'est ça la vie !?

Fghani, Riyad (France)

Biennale de la danse 2006

Choreographer(s) : Fghani, Riyad (France)

Video producer : Maison de la Danse;Biennale de Lyon

Integral video available at Maison de la danse de Lyon

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04:51

Hip-Hop Einflüsse

Maison de la Danse de Lyon 2019 - Director : Plasson, Fabien

Autor : Anne Décoret-Ahiha

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Entdecken

Juni 2009: Mourad Merzouki wird zum Direktor des Centre Chorégraphique National (CCN) in Creteil ernannt. Einige Monate zuvor hatte sein Kollege Kader Atou das CCN in La Rochelle übernommen. Und so machte sich der Hip-Hop in diesen beiden erhabenen Institutionen des französischen zeitgenössischen Tanzes breit. Was für ein institutionelles Siegel der Anerkennung für diesen Tanz, der einst von der Straße emporkam!   Doch der Weg des Hip-Hop vom Asphalt auf die Bühne war alles andere als planiert. Viele andere hatten bereits versucht, ihn zu gehen. Auf den Gehsteigen des New York der späten1970er Jahre geboren, griff dieser urbane Tanz auf der ganzen Welt schnell um sich und wurde zu einer globalen choreografischen Ausdrucksform.   Erklimmen Sie dieses Thema und wandern sie auf den Wegen, die der Hip-Hop beschritt. Ein Schmelztiegel verschiedenster Kulturen, die Frucht der Bewegung und der musikalischen Hybridisierung - heute wie eh und je, nährt er sich an neuen Experimenten.   

Beschreibung

Kamanda - Georges Momboye  
Wenn wir dieses Thema mit einem Auszug aus Kamanda qu'en penses-tu eröffnen, ein Stück des von der Elfenbeinküste stammenden Choreografen Georges Momboye, mag das den Anschein erwecken, dass die Wurzeln des Hip-Hop im afrikanischen Tanz liegen. Aber das wäre ein voreiliger und irreführender Schluss. Aus den schwarzen Ghettos stammend ist Hip-Hop mindestens ebenso ein Produkt amerikanischer Kultur, in den spezifischen sozialen und kulturellen Kontext des Amerikas der 1970er Jahre hineingeschmiedet. Dieser Auszug erinnert uns dennoch, dass Millionen Afrikaner als Sklaven auf amerikanischen Grund verschleppt wurden, deren Nachfahren heute Teil der amerikanischen Nation sind. Er stellt auch die Basis dar, auf der die Energie und die Dynamik des Hip-Hop fußt: Improvisation und Herausforderung.    

Balé Floclorico de Bahia  
Die Capoeiristas des Balé Folclórico de Bahia, eine brasilianische Volkstanzgruppe, konfrontieren sich in einem Kampf, der eigentlich eine Täuschung ist. Ursprünglich war Capoeira ein Ausdruck der Revolte der Sklaven gegen die brasilianische Gesellschaft. Er gab ihnen die Chance, ihre Kampfkunst mit Musik und Gesang als Tanz getarnt, zu trainieren. Der Kreis, die Herausforderung, Geschicklichkeit und das alles im Rhythmus: das sind alles auch Elemente des Hip-Hop!   

Interplay - Jazz tap ensemble  
Noch vor dem Hip-Hop hatte Amerika einen Musik- und Tanzstil hervorgebracht, der 1917 als „Jazz“ bekannt wurde. Ungeachtet des rassistischen Klimas und der Rassentrennung, die zwischen den weißen Herren und ihren schwarzen Sklaven herrschte, beäugten sich beide Gesellschaften gegenseitig und liehen sich gegenseitig Rhythmen und Bewegungen. So gab den Jazztänzen Auftrieb. In Interplay wetteifern die zwei Solisten des Jazz Tap Ensembles in der Musik miteinander um ihre Fertigkeiten (noch eine Herausforderung!). Aber als die Band verstummt, geben sie sich vollständig ihrer Improvisation und überwältigend komplexen Schrittfolgen hin. Das haben sie, mit Hip-Hop Tänzern gemeinsam: die Fähigkeit zu improvisieren und die Suche nach der Virtuosität.    

Blue until June – Trey McIntyre  
Als die Wiege des Crossover, hat der Jazz anderen Genres immer eine Reibungsfläche geboten. Am Broadway, von den 1940er bis in die 1960er Jahre, haben sich Jazztänzer mit Künstlern des klassischen Balletts und der modernen Tanzwelt gemischt. Das Ergebnis war ein neuer Bühnentanz, der Modern Jazz. Schwingende Hüften, fließende Oberkörper, die Trennung zwischen Ober- und Unterkörper sowie zwischen Schulter und Kopf charakterisieren den Modern Jazz. Spuren der klassischen Sprache wie Arabesken oder schnelle Drehungen findet man dort ebenfalls.  

C’est ça la vie ?! – Pokemon Crew  
Als die Hip-Hop Tänzer in den 1990er Jahren die Theaterbühne erklommen, knüpften sie an andere künstlerische Stile an, um ihre eigene Kunst neu zu erfinden. Gilt es vor allem, den Tanz einer einheitlichen künstlerischen Intention zu unterstellen. Auf der Bühne erscheint der Breakdance der Pockemons neu in Pas de deuxs und Trios. Er gestaltet seine Verrenkungskunst und Akrobatik zu einer Aussage, die durch die szenographischen Elemente lesbar wird.  

Boxe boxe – Mourad Merzouki  
„Tanz ‚mit einer Botschaft’ ist nichts für mich“, so hält Mourad Merzouki entgegen. Der Choreograf der Compagnie Käfig versucht dennoch immer „Hip-Hop in diversen Aspekten zu zeigen und es von den Fußfesseln seines Ursprungs zu befreien“, in denen er seiner Meinung nach lange Zeit gefangen war. In diesem Auszug aus Boxe boxe wird der Kreis zur Arena, in der sich der Tänzer kämpfend mit seinen Ängsten auseinandersetzt. Das Vokabular des Breakdance verleiht der Auseinandersetzung neue Umrisse und beschreibt einen ergreifenden Dialog zwischen Tänzer und dem Boden. Für die Zuseher ein klares k.o.!    
 

in mehr Tiefe

CAPOEIRA, Nestor, CHEZE, Gilles (trad.). Le petit manuel de capoeira.  Noisy-sur-Ecole : Budo-Les Editions, 2003. 1 vol. (286 p.) + 1 CD-ROM (18 min).  
MOÏSE, Claudine, MOURRAT, Philippe (collab.). Danseurs du défi : rencontre avec le Hip Hop. Montpellier : Indigène, cop. 1999. 144 p. (Indigène esprit).  
SEGUIN, Eliane. Histoire de la danse jazz. Paris : Chiron, cop. 2003. 281 p.
  
VERNAY, Marie-Christine. La danse Hip Hop. Paris : Gallimard jeunesse, cop. 1998. 47 p. (Carnets de danse). 

Autor

Anne Décoret-Ahiha est anthropologue de la danse, docteur de l'Université Paris 8. Conférencière, formatrice et consultante, elle développe des propositions autour de la danse comme ressource pédagogique et conçoit des processus participatifs mobilisant la corporéité. Elle anime les « Échauffements du spectateur » de la Maison de la Danse.

Credits

Video Selektion

Olivier Chervin

Text und Literatur

Anne Décoret-Ahiha  

Produktion

Maison de la Danse 


Das Parcours « Hip-Hop Einflüsse » wurde realisiert mit freundlicher Unterstützung des General Secretariat of Ministries and Coordination of Cultural Policies for Innovation. Die Übersetzung wurde mit Hilfe des European Video Dance Heritage Projekts umgesetzt, das durch die Kulturförderung der Europäischen Union unterstützt wird. Mehr Infos auf www.evdhproject.eu.   

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